Uni – Zwischenbericht

Mai 16, 2009 at 9:26 am Hinterlasse einen Kommentar

Das Sommersemester ist nun etwa vier Wochen alt, also Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Im Vergleich zum Wintersemester geht es nun etwas stressiger zu. Das liegt aber auch an der Tatsache, dass in genau drei Wochen schon die erste Klausur vor der Tür steht: Staatsrecht I als Teilgebiet des öffentlichen Rechts, oder genauer gesagt Staatsorganisationsrecht. Noch immer feht mir zu dieser Materie der richtige Zugang. Reine Rechtswissenschaften wären defintiv nicht mein Fall.

Die anderen Disziplinen dieses Semester spechen mich schon eher an. In politischer Theorie wurde bisher Platons Politeia sehr ausführlich behandelt. Ich denke Platon stellt eine interessante Thesen zur Gerechtigkeit und zu den Verfallsstufen einer idealen Verfassung (aus seiner Sicht die Aristokratie) auf. Besonders interessant ist auch die Schilderung des idealen Staates. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob sich seine Vorstellungen der Totalitarismus-Kritik entziehen können.

Die internationale Politik oder internationale Beziehungen ist nach dem Schema realer Fall (z.B. Menschenrechtsverletzung), Praxis (z.B. Ausformulierung und Verkündung der Menschenrechte) und schließlich Theoriebildung (z.B. transnationaler Konstruktivismus) aufgabaut. Somit also sehr anschaulich und verständlich.

In VWL behandelt die neue Institutionenökonomik (NIÖ) verschiedene Theorien über z.B. Verfügungsrechte oder die Kosten einer Transaktion. Während die Neoklassik ja von einer vollkommenen Markttransparenz ausgeht, verweißt die NIÖ auf die Kosten, die bei der Suche nach etwa unbekannten oder asymmetrisch verteilten Informationen entstehen. Oder wer hat die Nutzungsrechte über die Weltmeere? Nun, keiner, aber ist das ein Problem? Sollte so ein weetvolles Gut nicht jedem zur Verfügung stehen? Nicht nur aus ökonomischer Sicht ist das ein großes Problem: Überfischung, Müllablagerung, Anstieg der Meeresspiegel usw. Diese Effekte betreffen schließlich auch jene, die nicht von der Nutzung vorher profitiert haben.

Die Sprachkurse sind ebenfalls sehr spannend. Wirtschaftsenglisch behandelt zur Zeit Corporate Governance, also etwa die Grundsätze von Unternehmensführung. Immer wieder verblüffend, sind die unterschiedlichen Systeme und Funktionsweisen in den USA oder GB und in Deutschland. Und die russische Sprache ist auch sehr anspruchsvoll: die Grammatik ist simpel und kompliziert zu gleich.

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